Jahre Kletter- & Bouldererfahrung
Jahre Trainererfahrung
Aus- & Weiterbildungen + Studium
Podcastfolgen
In dieser Folge dreht sich alles um ein zentrales Thema für alle Kletter- und Boulderbegeisterten: Wie setzt man sich sinnvolle Ziele, die wirklich motivieren und das Training strukturieren? Marvin teilt seine Erfahrungen, gibt praxisnahe Tipps und zeigt, wie du mit der richtigen Zielsetzung nicht nur schneller, sondern auch nachhaltiger Fortschritte machst.
Ziele sind weit mehr als nur ein netter Motivationsspruch an der Wand. Sie sind der Motor, der dich antreibt, wenn die Motivation mal nachlässt, und der Kompass, der deinem Training Richtung gibt. Marvin betont:
Wichtig: Ein Ziel wie „Ich will besser werden“ ist zu allgemein. Fortschritt passiert zwar automatisch, aber ohne Fokus bleibt das Training beliebig und Erfolge werden unsichtbar.
Warum große Träume allein nicht reichen
Natürlich darfst du davon träumen, Weltmeister zu werden. Doch wenn das Ziel zu weit entfernt ist, fehlt die unmittelbare Motivation. Marvin empfiehlt:
Beispiel:
Statt „Ich will 8a klettern“, setze dir als nächstes Ziel „Ich will in drei Monaten eine 7a im Überhang schaffen“.
Action Steps
Warum schriftliche Ziele wirken
Ein Ziel, das nur im Kopf existiert, ist schnell vergessen. Marvin rät:
Vorteile:
Action Steps
Warum kleine Etappensiege so wichtig sind
Große Ziele wirken oft überwältigend. Kleine Zwischenziele machen den Weg überschaubar und sorgen für regelmäßige Erfolgserlebnisse.
Marvins Empfehlung:
Beispiel für ein Monatsziel:
„Ich möchte in vier Wochen den Spagat schaffen, um meine Beweglichkeit zu verbessern.“
Action Steps
Warum dein Kletterstil zählt
Nicht jeder muss alles können. Marvin betont, wie wichtig es ist, die eigenen Vorlieben und Stärken zu kennen:
Beispiel:
Wenn du selten Risse kletterst, musst du kein aufwändiges Riss-Training absolvieren. Konzentriere dich lieber auf Leisten, Überhänge oder Platten, wenn das deine Stärken sind.
Action Steps
Die Vielseitigkeit des Kletterns nutzen
Klettern ist komplex: Kraft, Beweglichkeit, Technik und mentale Stärke spielen zusammen. Marvin empfiehlt, Ziele in mehreren Bereichen zu setzen:
Action Steps
Warum Leistungsdiagnostik unverzichtbar ist
Ohne zu wissen, wo du stehst, kannst du keine realistischen Ziele setzen. Marvin empfiehlt:
Vorteil:
Du erkennst, ob dein Training wirkt und kannst gezielt nachjustieren.
Action Steps
Warum zu hohe Ziele kontraproduktiv sind
Wer sich zu viel vornimmt und scheitert, verliert schnell die Lust. Marvin rät:
Das sorgt für anhaltende Motivation und Freude am Training.
Action Steps
Wie Ziele dein Training lenken
Ohne Ziel trainierst du planlos. Mit Ziel weißt du, was zu tun ist. Marvin empfiehlt:
Action Steps
Marvin Weinhold bringt es auf den Punkt:
Ziele geben deinem Training Struktur, Motivation und Orientierung.
Setze dir realistische, greifbare Ziele, verteile sie auf verschiedene Zeiträume und Trainingsbereiche und bleib flexibel. So bleibt die Freude am Klettern und Bouldern erhalten – und du wirst kontinuierlich besser.
Viel Erfolg und vor allem viel Spaß beim Klettern und Bouldern! Und denk immer daran: Was immer hilft, ist einfach festhalten!
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Wie lange solltest du zwischen harten Versuchen pausieren, damit dein Training wirklich effektiv ist? In dieser Folge von einfach festhalten bekommst du zwei zentrale Trainingstipps zu Pausen- und Belastungszeiten im Klettern und Bouldern. Ich erkläre, wie ATP- und Kreatinphosphatspeicher arbeiten, warum sie bei kurzen maximalen Belastungen wie Hangboard, Campusboard, Bouldern oder Maximalkrafttraining entscheidend sind und weshalb 1 bis 3 Minuten Pause oft den Unterschied machen. Außerdem erfährst du, was bei anaeroben Belastungen wie harten Leadrouten passiert, wie Laktat abgebaut wird und warum längere Pausen von 3 bis 5 Minuten sinnvoll sein können. Wer versteht, welche Energiesysteme wann aktiv sind, kann sein Training deutlich gezielter steuern und schneller Fortschritte erzielen.
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Schulterprobleme gehören zu den häufigsten Verletzungen beim Klettern und Bouldern. In dieser Folge erfährst du, wie die Schulter aufgebaut ist und warum sie als muskelgeführtes Gelenk besonders anfällig für Überlastung ist.
Außerdem erfährst du, wie du Beschwerden einschätzen kannst, worauf du bei Kraftverlust achten solltest und wann Vorsicht geboten ist.
Im zweiten Teil geht es um konkrete Lösungen: sinnvollen Trainingsaufbau, präventive Maßnahmen und Übungen wie Außenrotation mit Theraband oder Scapula Pull-Ups. Ein besonderer Fokus liegt darauf, die Schulter aktiv zu stabilisieren und nicht passiv im Gelenk zu hängen.
Diese Folge hilft dir, deine Schulter besser zu verstehen, Verletzungen vorzubeugen und langfristig gesund zu klettern.
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Schulterprobleme gehören zu den häufigsten Verletzungen beim Klettern und Bouldern. In dieser Folge erfährst du, wie die Schulter aufgebaut ist und warum sie als muskelgeführtes Gelenk besonders anfällig für Überlastung ist.
Außerdem erfährst du, wie du Beschwerden einschätzen kannst, worauf du bei Kraftverlust achten solltest und wann Vorsicht geboten ist.
Im zweiten Teil geht es um konkrete Lösungen: sinnvollen Trainingsaufbau, präventive Maßnahmen und Übungen wie Außenrotation mit Theraband oder Scapula Pull-Ups. Ein besonderer Fokus liegt darauf, die Schulter aktiv zu stabilisieren und nicht passiv im Gelenk zu hängen.
Diese Folge hilft dir, deine Schulter besser zu verstehen, Verletzungen vorzubeugen und langfristig gesund zu klettern.
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In zwei Fällen wird vermutet, dass das Ohmega versagt hat. Heißt, dass es sich selbst ausgehängt hat. Was du ab jetzt beachten solltest, wenn du das Ohmega benutzt und wie du einen ähnlichen Vorfall vermeiden kannst, hörst du in dieser Folge.
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In dieser Folge geht es um zentrale Entscheidungen in der Kinder- und Jugendsicherung im Klettersport – und darum, warum es keine einfachen Altersgrenzen gibt.
Im ersten Teil wird der Wechsel vom Brustgurt zum Hüftgurt beleuchtet: Wann ist ein Kind wirklich bereit dafür, und wie lässt sich das praktisch einschätzen? Dabei spielen Körperspannung, Stabilität im System und ein erstes Gefühl für Verantwortung eine größere Rolle als das reine Alter.
Danach geht es um den Einstieg in den Vorstieg. Ab wann ist das sinnvoll, welche Rolle spielen Entwicklung, Erfahrung und mentale Reife – und warum der Weg dorthin immer schrittweise erfolgen sollte. Vom ersten Clippen über das Verständnis des Sicherungssystems bis hin zum kontrollierten Umgang mit Stürzen wird der Lernprozess detailliert betrachtet. Auch Unterschiede zwischen Halle und Outdoor werden thematisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Vorstiegssichern selbst. Warum es oft anspruchsvoller ist als das Klettern, welche Fähigkeiten wirklich entscheidend sind und weshalb Alter allein kein verlässlicher Faktor ist. Dazu gehören auch Themen wie Aufmerksamkeit, Risikoverständnis und eine saubere Einführung in Sicherungsgeräte.
Zum Schluss geht es um Kletterschuhe für Kinder: Warum extreme Vorspannung problematisch sein kann, wieso zu große Schuhe die Technik verschlechtern und worauf es bei der Passform wirklich ankommt. Auch sinnvolle Alternativen wie anpassbare Kinderschuhe werden eingeordnet.
Eine Folge über Verantwortung, Entwicklung und gute Entscheidungen im Klettersport – mit vielen praktischen Einblicken aus der Praxis.
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Hilft eine Ellenbogenspange wirklich bei Tennisarm oder Golferarm? In dieser Folge geht es um die wissenschaftlich untersuchte Wirkung der Epicondylitisspange und warum sie Schmerzen oft sofort reduzieren kann.
Die Spange übt Druck auf Muskel und Sehnenursprung aus. Dadurch verändert sich die Zugrichtung der Sehne, der Epicondylus wird entlastet und die Belastung am Sehnenansatz sinkt. Studien zeigen außerdem eine verringerte Aktivität der Unterarmmuskulatur, wodurch weniger Spannung auf die betroffene Sehne wirkt.
Auch beim Schmerz zeigt sich ein direkter Effekt: Der VAS Schmerzscore sank in einer Untersuchung sofort nach dem Anlegen und verbesserte sich nach wenigen Tagen weiter.
Außerdem kläre ich den wichtigen Unterschied zwischen Tendinitis und Tendinose. Der klassische Tennisarm ist meist keine Entzündung, sondern eine degenerative Sehnenveränderung durch Überlastung. Genau deshalb unterscheiden sich auch die Behandlungsmaßnahmen deutlich.
Themen der Folge:
• Wirkung der Ellenbogenspange • Warum der Tennisarm meist eine Tendinose ist • Die drei Stadien der Tendinopathie • Warum Ibuprofen Entzündung hemmt, aber Kollagenaufbau bremsen kann • Welche Maßnahmen die Heilung wirklich unterstützen
Dazu gehören unter anderem Belastungssteuerung, Ergonomie, Dehnen, Eis, exzentrisches Krafttraining, Massage und Ernährung.
Wichtig: Nicht aufhören, sobald es schmerzfrei ist – die Sehne heilt langsamer als die Symptome verschwinden.
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Ein schwerer Kletterunfall auf Kalymnos sorgt aktuell international für Diskussionen in der Kletterszene. Im bekannten Sektor Jurassic Park kam es am 27.03.2026 in der Route St. Stavvas (7b+) zu einem dramatischen Materialversagen: Beim Abseilen brachen gleich drei Bohrhaken nacheinander.
Die Route stammt aus dem Jahr 2002 und zählt zu den bekannten Linien des Sektors. Bereits kurz nach dem Unfall tauchten Bilder auf, auf denen deutlich zu erkennen war, dass die betroffenen Bolts starke Materialschäden aufwiesen.
Besonders auffällig: Es brachen nicht nur die Haken, sondern konkret drei Schrauben hintereinander. Das Material wird aktuell untersucht. Diskutiert wird unter anderem, ob möglicherweise unterschiedliche Metalle wie Aluminium und Edelstahl verbaut wurden – eine Kombination, die gerade in salzhaltiger Umgebung problematisch sein kann.
Die verletzte Person stürzte auf einen Felsvorsprung. Auch die anschließende Rettung dauerte offenbar ungewöhnlich lange. Parallel wurde inzwischen eine technische Untersuchung der Bohrhaken eingeleitet. Eine zentrale Frage lautet: Warum versagten gleich drei Sicherungspunkte hintereinander?
Im Workshop und in der Community wird der Vorfall intensiv diskutiert. Ein weiterer aktueller Fall zeigt zusätzlich, wie sensibel das Thema ist: Eine Teilnehmerin konnte an anderer Stelle einen Bohrhaken von Hand herausziehen. Auch dort war am Umlenker nur ein einzelner Haken vorhanden.
Gerade deshalb sprechen wir in dieser Folge auch über praktische Sicherheitsmaßnahmen beim Abseilen: Mit Prusik und zusätzlichen Exen absichern, nicht ruckartig ablassen und Umlenker kritisch prüfen.
Vor allem in Meeresnähe zeigen sich immer wieder typische Probleme: Rost, ungeeignete Kleber und falsche Materialwahl können Sicherungspunkte massiv schwächen. In beiden aktuell diskutierten Fällen scheint genau das eine Rolle zu spielen.
Auch wir haben in Griechenland bereits sehr unterschiedliche Zustände erlebt: Ganze Sektoren wurden gemieden, weil das Vertrauen in die Absicherung fehlte. Teilweise wirkten nur die ersten vier Haken solide, während weiter oben deutliche Korrosionsspuren sichtbar waren – in solchen Fällen blieb oft nur das frühzeitige Abseilen.
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Körperspannung gehört zu den wichtigsten Grundlagen im Klettern und wird trotzdem oft missverstanden. Viele denken dabei sofort nur an Bauchtraining oder Planks. Tatsächlich geht es aber um deutlich mehr: Gute Körperspannung bedeutet, dass Spannung über den gesamten Körper aufgebaut werden kann – vom Finger bis zu den Zehen, über alle Gelenke hinweg. Genau diese Spannung entscheidet darüber, ob Kraft sauber übertragen wird, ob du im Überhang stabil bleibst und ob weite Züge kontrolliert gelingen.
In dieser Folge von einfach festhalten geht es darum, was Körperspannung im Klettersport wirklich bedeutet, woran du erkennst, ob dir Körperspannung fehlt, und wie du sie gezielt trainieren kannst.
Im Mittelpunkt steht zunächst die Frage, was Körperspannung überhaupt ist. Gemeint ist nicht nur die Aktivität des Rumpfes, sondern das koordinierte Zusammenspiel des gesamten Körpers. Beim Klettern entstehen Kraftlinien von einem Punkt zum anderen: vom Tritt über Beine und Hüfte bis in die Hände oder umgekehrt. Sobald diese Kraftlinie unterbrochen wird, geht Stabilität verloren.
Gerade im Überhang wird das besonders sichtbar. Wenn die Füße plötzlich von der Wand kommen, liegt das oft nicht nur an mangelnder Fingerkraft. Häufig fehlt die Fähigkeit, Spannung im gesamten Körper aufrechtzuerhalten. Arme übernehmen dann zu viel Arbeit, die Füße greifen nicht aktiv genug, und die Dosierung für den nächsten Zug passt nicht mehr.
Auch auf Platte spielt Körperspannung eine zentrale Rolle. Dort geht es weniger um offensichtliche Kraft, sondern um feine Stabilisation. Wer Schwierigkeiten hat, den Körperschwerpunkt sauber über das Standbein zu bringen, hat oft Defizite in kleinen stabilisierenden Muskelgruppen oder in der sensomotorischen Steuerung. Das bedeutet: Das Gehirn verarbeitet Bewegungsinformationen nicht optimal genug, um präzise Spannung aufzubauen.
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Gemeinsam mit Lena Gersdorf von der Physiotherapie „therapiefuchs“ aus Altenburg und Leipzig rede ich über typische Verletzungen im Klettern & Bouldern und was wir selbst zu Hause machen können, um diese Verletzungen im Heilungsprozess zu unterstützen. Jeder Beschwerdepunkt kann natürlich verschiedene Ursachen haben. Handgelenksschmerzen sind nicht immer eine Sehnenscheidenentzündung und Schmerzen im Fingermittelgelenk nicht immer ein gerissenes Ringband. Zusammen mit Lena gehe ich den möglichen Problemen auf den Grund. Wir besprechen den Heilungsprozess, wann es nötig ist, zum Arzt zu gehen, und welcher Therapeut überhaupt der richtige Ansprechpartner ist.
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Gemeinsam mit Lena Gersdorf von der Physiotherapie „therapiefuchs“ aus Altenburg und Leipzig rede ich über typische Verletzungen im Klettern & Bouldern und was wir selbst zu Hause machen können, um diese Verletzungen im Heilungsprozess zu unterstützen. Jeder Beschwerdepunkt kann natürlich verschiedene Ursachen haben. Handgelenksschmerzen sind nicht immer eine Sehnenscheidenentzündung und Schmerzen im Fingermittelgelenk nicht immer ein gerissenes Ringband. Zusammen mit Lena gehe ich den möglichen Problemen auf den Grund. Wir besprechen den Heilungsprozess, wann es nötig ist, zum Arzt zu gehen, und welcher Therapeut überhaupt der richtige Ansprechpartner ist.
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In dieser Folge tauche ich tief ins Thema Bankdrücken ein – aber mit dem Fokus auf Kletterer. Welche Muskeln wirklich arbeiten? Wie hängen Brust-, Schulter- und Trizepsaktivität mit deinen Zügen an der Wand zusammen? Ich erkläre dir, warum Bankdrücken trotz seines Rufes als „reine Brustübung“ ein wichtiger Bestandteil fürs Antagonistentraining ist – und worauf du bei Technik und Schulterstabilität achten musst, um Verletzungen zu vermeiden.
Außerdem: sinnvolle Alternativen wie enge, breite oder Pike-Liegestütze und die richtige Intensität im Training wählen.
🔹 Themen dieser Episode:
– Hauptmuskeln beim Bankdrücken und ihre Rolle im Klettern
– Antagonistentraining zur Verletzungsprävention
– Häufige Technikfehler beim Bankdrücken
– Effektive Liegestütz-Varianten für Schulterschonung
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In dieser Folge von einfach festhalten spreche ich mit Andreas, Routenbauer und Erstbegeher über eines der spannendsten Pionierprojekte im Bereich nachhaltiger Kletter- und Bouldergriffe.
Ausgehend von einer Begegnung auf einer Messe und der Frage, warum Plastik im Klettersport immer noch eine so dominante Rolle spielt, tauchen wir tief ein in die Welt von PU, PE, Polishing, Gripverlust und Ressourcenverschwendung. Andreas erklärt, warum klassische PE- und PU-Griffe zwar leicht und langlebig wirken, in Wahrheit aber enorme ökologische und haptische Nachteile haben – besonders in stark frequentierten Boulderhallen.
RSTTR geht einen radikal anderen Weg: Statt erdölbasierter Kunststoffe entwickelt das Team unpolierbare Klettergriffe aus einem plastikfreien Material, das sie selbst als „gießbaren Sandstein“ bezeichnen. Das Ergebnis: konstante Haptik, berechenbarer Grip, natürliche Oberfläche – auch nach Jahren intensiver Nutzung.
Wir sprechen über:
die Entwicklung des Plastik-Kletterns seit den 1990ern
weshalb PU-Griffe oft schon nach wenigen Wochen „durch“ sind
toxikologische und ökologische Aspekte der Griffproduktion
die legendäre „Bieridee“, aus der RSTTR entstanden ist
Materialforschung zwischen Fehlschlägen, Hochdruckreinigern und echten Durchbrüchen
Praxistests in Boulderhallen
das große Echo auf der Vertical Pro
und die Vision einer echten Kreislaufwirtschaft im Routenbau
Außerdem diskutieren wir die Parallelen zwischen Erstbegehungen im alpinen Gelände und Pionierarbeit im Unternehmertum – und warum Innovation oft genau dort entsteht, wo andere sagen: „Das geht doch nicht.“
Zum Abschluss geht es um die Frage, was die Community konkret tun kann, um nachhaltige Entwicklungen im Klettersport zu unterstützen – von Gesprächen mit Hallenbetreiberinnen bis hin zum Austausch mit Routenbauerinnen.
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Wir schauen zurück auf das Jahr 2025. Vieles ist passiert, viele Athleten und Athletinnen haben herausragende Leistungen vollbracht. Wir können in einer Folge nicht alles mitbringen und würdigen, aber wir haben euch unsere vier Highlights und ein paar von unseren Anekdoten mitgebracht, die uns berührt haben.
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In der ersten Folge 2026 von Klettern – einfach festhalten geht es um ein Thema, das viele Seilschaften betrifft: Sichern mit Gewichtsunterschied. Ich spreche über reale Sturzwege, Rechenbeispiele aus der Kletterhalle und darüber, warum Gewichtsunterschiede im Vorstieg bodennah schnell kritisch werden können. Früher galt beim DAV noch ein Faktor von 1,3–1,5, heute spricht man oft nur noch von rund 10 kg – aber was bedeutet das konkret in der Praxis? Ich vergleiche Ohm, Ohm 2 und Ohmega, bespreche Gewicht, Handling, Blockierverhalten nach Stürzen und typische Probleme beim Seilausgeben. Außerdem: Toprope vs. Vorstieg, warum die erste Exe so entscheidend ist und weshalb die Standposition der sichernden Person eine große Rolle spielt. Zum Schluss gibt’s Infos zu meinen Sturzangst-Workshops in Leipzig und Dresden (24./25.01.) sowie Köln (11.01.).
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Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Nach 21 Folgen im Dezember braucht mein Kopf erstmal ein wenig Erholung und neuen kreativen Input. Eine Buch- und Filmempfehlung findest du in der Folge und die restlichen Gewinne für den Adventskalender.
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Verletzungen müssen kein Stillstand sein. Anhand meiner Rippenverletzung 2015 erzähle ich, wie Slacklinen mein einzig möglicher Sport wurde – und was daraus entstand: bessere Körperspannung, mehr Stabilität und ein neues Körpergefühl. Warum Verletzungsphasen echte Trainingschancen sind, wie kontralaterales Training wirkt und was wirklich hilft, um stärker zurückzukommen.
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Was sagt die Studienlage zur Kraft und Ermüdungsresistenz von Frauen? Diese Folge beleuchtet MVC, kritische Kraft und Belastungsdauer im Vergleich zu Männern. Wir sprechen über intramuskulären Druck, Sauerstoffversorgung, Laktat und die Rolle von Östrogen – und leiten ab, was das konkret für Training, Intensitäten und anaerobe Reize bei Athletinnen* bedeutet.
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Fünf Stürze, ein Schlüsselzug und plötzlich klappt es – ohne genau zu wissen warum. In dieser Folge geht es um Körperwahrnehmung beim Klettern: Wie du erkennst, was du richtig gemacht hast, warum zufällige Erfolge ohne Wahrnehmung nicht reproduzierbar sind und wie Achtsamkeit zu nachhaltigem Fortschritt führt.
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Clipsticks sieht man am Fels immer häufiger – vor allem bei hohen ersten Exen, großen Hakenabständen oder in harten Projekten. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Werkzeug? In dieser Folge spreche ich darüber, was ein Clipstick ist und in welchen Situationen er sinnvoll eingesetzt werden kann. Eine ehrliche Einordnung zwischen Sicherheit, Training und Kletterpraxis.