Folge 71 | Crashpad kaufen, aber welches?

Folge 71 | Crashpad kaufen, aber welches?

Ein gutes Crashpad ist eine Investition in Sicherheit und Komfort.

Ein gutes Crashpad gehört zur Grundausstattung beim Outdoor-Bouldern. Es schützt bei Stürzen und sorgt für mehr Sicherheit. Doch worauf kommt es beim Kauf wirklich an?

Der Aufbau eines Crashpads

Crashpads bestehen aus mehreren Schaumstoffschichten, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen:

  • Eine harte obere Schicht verteilt die Sturzenergie.
  • Weichere Schichten darunter dämpfen den Aufprall.
  • Zusätzliche Schichten verbessern Stabilität und Schutz vor Unebenheiten wie Steinen oder Wurzeln.

 

Die Haltbarkeit hängt vor allem von der Qualität des Schaums und der Nutzung ab. Hochwertigere Modelle sind oft langlebiger, da bessere Materialien verbaut werden.

Die verschiedenen Bauformen

Burrito-Bauweise

Diese Pads besitzen eine Falz, über die sie zusammengeklappt werden.

Vorteile:

  • kompakter Transport
  • einfache Handhabung

Nachteile:

  • die Falz kann eine Schwachstelle sein
  • bei ungünstiger Landung besteht ein erhöhtes Risiko zum Umknicken

 

Taco-/Sushi-Bauweise

Hier wird das Pad gefaltet und besitzt keine durchgehende Schnittstelle.

Vorteile:

  • keine klassische Bruchkante
  • häufig zusätzlicher Stauraum durch die geschlossene Form

Nachteil:

  • die Faltstelle wird stärker belastet und altert schneller

Deshalb sollten solche Pads möglichst offen gelagert werden.

 

Hybrid-Bauweise

Hybridpads kombinieren verschiedene Systeme. Häufig bleibt die harte obere Schicht durchgehend, wodurch die Kraft besser verteilt wird und die Falz weniger problematisch ist.

Wie dick sollte ein Crashpad sein?

Crashpads gibt es ungefähr zwischen drei und 16 Zentimetern Dicke.

Dünne Pads eignen sich vor allem als Ergänzung:

  • zum Ausgleichen von Übergängen zwischen Pads
  • zum Abdecken kleiner Unebenheiten
  • für enge Startpositionen

 

Für normale Landungen empfinde ich Pads unter zwölf Zentimetern als eher hart. Ab etwa zwölf Zentimetern wird die Dämpfung deutlich angenehmer. Bei hohen Bouldern gilt: Je mehr Schutz, desto besser.

Größe oder Gewicht – was ist wichtiger?

Größere Crashpads erhöhen die Wahrscheinlichkeit, bei einem Sturz auf der Matte zu landen.

Allerdings haben sie auch Nachteile:

  • höheres Gewicht
  • schwierigerer Transport
  • mehr Platzbedarf
  • höhere Kosten

 

Das beste Crashpad bringt wenig, wenn man es nicht zum Boulder tragen kann. Gerade bei langen Zustiegen sollte das Gewicht eine wichtige Rolle spielen.

Das Tragesystem

Bei größeren und schwereren Pads ist ein gutes Tragesystem entscheidend.

Achten sollte man auf:

  • bequeme Schultergurte
  • Hüftgurt und Brustgurt
  • gut geschützte oder abnehmbare Gurte

 

Praktisch sind außerdem:

  • Trageschlaufen an mehreren Seiten zum schnellen Verschieben
  • zusätzliche Gurte für kurze Wege zwischen Boulderblöcken
  • integrierte Fußmatten oder Abstreifer

 

Pflege und Lebensdauer

Eine wasserabweisende Außenhülle ist hilfreich, weil Crashpads draußen viel Schmutz und Feuchtigkeit abbekommen. Nässe im Schaumstoff ist problematisch, da sich die inneren Schichten nur schwer wieder vollständig trocknen lassen.

Ein Crashpad sollte ersetzt werden, wenn:

  • der Schaum deutlich weicher geworden ist
  • die Dämpfung nachlässt
  • man beim Landen häufiger umknickt

 

Auch die Nutzung als Sitz- oder Schlafunterlage beschleunigt die Abnutzung.

Fazit

Das perfekte Crashpad gibt es nicht. Die richtige Wahl hängt davon ab, wie und wo du boulderst.

Wichtige Kaufkriterien sind:

  • stabiler Aufbau mit mehreren Schaumstoffschichten
  • ausreichende Dicke
  • passende Größe zum eigenen Einsatzgebiet
  • gutes Tragesystem
  • robuste Verarbeitung

 

Ein gutes Crashpad ist eine Investition in Sicherheit und Komfort – deshalb sollte es vor allem zu den eigenen Bedürfnissen passen.



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